Schnee, Sonne und Chateaubriand – Von Kentucky auf die Baja California
Eine gemütliche (und arbeitsame) Woche bei Vicki und Steve
Nach einem schönen Aufenthalt in der Schweiz über Weihnacht/Neujahr mit Familie und Freunden und gutem Essen, umrahmt von Schnee mit blauem Himmel (wenigstens am Anfang und Ende…), geht’s am 22. Januar wieder zum Flughafen. Hier gönnen wir uns einen Aufenthalt in der Lounge, wo wir auf unsere nächste Saison anstossen.
In Nashville werden wir von unseren lieben Freunden Vicki und Steve abgeholt und gehen vor der Rückfahrt zusammen zu Fox’s Pizza Den zum Abendessen, was Ozy natürlich besonders freut… 😉.
Wir verbringen zunächst ein paar schöne Tage bei und mit unseren Freunden Vicki und Steve, die in der Zwischenzeit gut auf unser Dihei aufgepasst haben. Das Wetter in Kentucky ist kalt und regnerisch, was das Drinnensein sehr gemütlich macht… Wir bekochen uns gegenseitig und wagen uns auch ab und zu raus, um Essen zu gehen, unter anderem zu unserem «Lieblingsmexikaner» mit den «Birdbath Margaritas» (es empfiehlt sich, sich auch für die Restaurants warm anzuziehen…).
Ozy ist viel in der Garage anzutreffen, wo er die Amazon-Pakete auspackt, unsere neuen Mini-E-Bikes zusammenbaut und ein paar Sachen repariert. – Leider ist zwei Tage vor Ankunft die Standheizung „gestorben“ (sie hat immerhin etwa fünfmal so lange gehalten, wie vom Hersteller versprochen), gerade, als eine Kältephase, ein sogenannter Arctic Blast, mit Temperaturen bis zu -16 °C / 3 °F stattfand. «Wenn’s schysst, dänn g’hörig», wie Ozy immer sagt. Jedenfalls muss er nicht nur das Gebläse der Standheizung ersetzen, sondern auch die Wasserpumpe reparieren, die wegen der grossen Kälte eingefroren ist…
Nachdem alles erledigt ist, werden beim Discount Tire noch die Reifen geflickt (inkl. Drehrichtung ändern) und dann sind wir bereit zur Abfahrt!






Nächstes Ziel: Baja California
Das nächste Ziel ist die Baja California, wo wir aufgrund des kühlen Winterwetters möglichst schnell hinwollen…
Die erste Etappe führt uns von Franklin KY via Nashville und Memphis TN, über den Tennessee River und den Mississippi nach Arkansas (vorbei an so interessant klingenden Orten wie Bucksnort). In Arkansas, auf der Westseite des Mississippi, gehen die Wälder und Hügel Tennessees abrupt in riesige Ebenen mit zahlreichen Wasserläufen und Sümpfen über. Offenbar hatte es in der letzten Zeit (auch hier) viel Niederschlag und manchmal ist nicht klar, was Feld und was See ist… Die Strassen sind teils in einem fürchterlichen Zustand mit Schlaglöchern, wo ganze Kleinwagen drin verschwinden könnten. Dafür ist das Wetter gut und das Thermometer steigt nach der vorherigen Frostnacht in Franklin auf überraschende 23 °C / 73 °F. Immer wieder sichten wir Wolken von Zugvögeln, die sich hier auf die Reise nach Norden vorbereiten.
Eigentlich wollten wir in Little Rock AR übernachten, aber trotz des starken (Lastwagen-)Verkehrs mögen wir noch die 125 km / 78 mi bis zum übernächsten Cracker Barrel in Russellville AR fahren.
Am nächsten Tag folgen wir der I-40 auf fast gerader Linie von Ost nach West, von Arkansas über Oklahoma bis nach Texas hinein. Ist die erste Hälfte noch hügelig und bewaldet, erreichen wir nach Oklahoma City die Weiten der High Prairie von Oklahoma und dem Texas Panhandle. Diese Gegend erlangte in den 1930er Jahren traurige Bekanntheit als Dustbowl infolge intensiver, nicht an die Verhältnisse angepasster Landwirtschaft und Dürre. Heute gibt es strengere Vorschriften und sie wird vor allem als Weideland genutzt. McClellan Creek National Grasslands bietet uns Unterkunft für die Nacht: es gibt hier einen hübschen Campground für nur 10 $ und mit warmer Dusche 🥰.
Auf der I-40 geht es weiter durch die High Prairie, weiter und weiter nach Westen. In Amarillo machen wir einen Mittagsstopp im „The Big Texan“. Das Restaurant (mit angeschlossenem Motel) ist berühmt für sein „free“ 72 oz / 2 kg Steak. Man bekommt es tatsächlich gratis – allerdings nur, wenn man es inkl. Vorspeise/Beilagen in einer Stunde schafft… Und die beinhalten einen Shrimp Cocktail, Baked Potato, Salat und Brötchen mit Butter! Die challenge-Willigen sitzen mitten im Restaurant auf einem Podium und der Versuch wird zusätzlich live im Internet übertragen. Wer es schafft, bekommt nicht nur das Essen gratis, sondern wird auch namentlich auf einer Liste verewigt.
Wir haben heute Mittag nicht ganz so viel Hunger und bestellen uns ein «normales» Steak und zur Vorspeise unsere ersten prairie oysters. Sie kommen frittiert und munden gut, auch wenn einzelne etwas mehr zu kauen geben.
So gestärkt überqueren wir wenig später die Grenze zu New Mexiko. Mittlerweile ist es nur noch 15 °C / 59 °F und am Abend finden wir in den Manzanita Mountains bei Albuquerque auf 2’300 m ü. M. ein Plätzchen mit Rest-Schnee…
In der Nacht kommt leichter Regen, der am Morgen in Schnee übergeht. So ein Mist! Die Erdstrasse war schon beim Hochfahren eher grenzwertig!
Vorsichtig rutschen wir den Berg hinunter und sind froh, als wir gut den Asphalt erreichen.
Wintersturm-Warnungen veranlassen uns, die geplante Strecke zu ändern. Statt der Nord-Route über Flagstaff und Phoenix nehmen wir nun die Süd-Route via Tucson. Aber auch so bekommen wir noch die Ausläufer ab. Immerhin kommt nach dem Regen der Sonnenschein und wir finden beim Cedro Peak Trailhead in der Nähe von Albuquerque einen hübschen Platz im Nirgendwo.
Am nächsten Tag fahren wir über die meist flachen Ebenen via Tucson nach Yuma. Kurz vor Tucson freuen wir uns über den Anblick der ersten Saguaros und weiterer Sukkulenten – wir sind in der Sonorawüste angekommen! In Yuma müssen wir vor Mexiko unbedingt noch in den Panda Express essen gehen und dürfen dann wieder bei unserem lieben Freund Bill bei Yuma übernachten. Hier legen wir einen Einkaufs-/Ruhetag ein, bevor es auf die Baja geht.
Die Wale rufen: Von Mexicali nach Guerrero Negro
Die Grenze überqueren wir wieder in Mexicali East. Das FMM müssen wir beim Banjercito bezahlen (was eigentlich normal ist, das letzte Mal aber direkt bei der Immigration erledigt werden konnte) und dann zurück ins Office, ansonsten verläuft der Grenzübertritt schnell und problemlos. Ebenso die Fahrt nach San Felipe. In den Gräben entlang der Strasse steht Wasser und wir haben die Gegend noch nie so grün gesehen. Wir quartieren uns wieder auf dem Campo Turístico #1 ein, wo es dieses Mal viel mehr Langzeitcamper hat und eher kühl und windig ist.
Für den nächsten Tag ist überall Regen angesagt, also weiter nach Guerrero Negro. Die Wettervorhersage stimmt: An der Küste geht’s noch einigermassen, aber durch das Gebirge schüttet es teilweise. Es ist auch nur 13 °C / 55 °F! Die MEX-1 ist inzwischen auch nicht besser geworden und teilweise schlaglochübersät und wir sind froh, als wir endlich Guerrero Negro erreichen. Hier quartieren wir uns wieder im Malarrimo ein, wo wir am nächsten Tag nochmals einen Ausflug zur Laguna Ojo de Liebre mit den Grauwalen machen wollen.
Letztes Jahr war schon sehr beeindruckend, aber diesmal stimmt einfach alles! Tolles Wetter mit nicht zu viel Wind, wir haben das Boot für uns alleine (!) und ausser uns ist überhaupt nur ein anderes Boot auf der Lagune. Es hat zwar „nur“ etwas über dreihundert Wale (sonst sind es wohl mehr), aber unser Kapitän weiss genau, wo sie sich am liebsten aufhalten. Wir sehen sie teils schon in der Lagune selbst von recht nahe und einige springen auch. Gegen Ende der Tour fährt er mit uns mit dem ablaufenden Wasser weit in die Mündung der Lagune, wo die Wale auf den Wechsel der Gezeiten warten. Hier «hängen sie so rum», haben Zeit und sind richtig neugierig. Sie kommen ganz nahe heran, lassen sich anfassen und schieben sogar spielerisch das Boot herum! Es ist einfach nur schön und wir sind hin und weg!!! 🐳🥰🥰🥰🥰🥰
Nach dieser tollen Erfahrung beschliessen wir den Tag mit einem feinen Znacht im Restaurant, das uns auch wieder besser mundet als letztes Jahr. Was für ein toller Tag!!!
Alte und neue Freunde in Santispac
Vom Pazifik geht es durch die lange Ebene und über das Gebirge hinunter ans Mar de Cortés und dann zur Playa Santispac an der wunderschönen Bahía Concepción. Dort treffen wir Ruth und Hans, die wir 2023 in San Felipe kennengelernt und auch schon in ihrem schönen Zuhause in Kelowna besucht haben. Wir verbringen hier 6 erholsame Tage. Es ist meistens sonnig und warm (endlich!), nur zwischendurch weht ein kräftiger Wind. Es gibt jeden Tag frischen Fisch und camarones von Händler Jesús. Ruth und ich erkunden die Trails der Umgebung, wobei wir die Kakteen bewundern und eine grosse Schule Delfine vom Ufer aus beim Jagen beobachten, währen Ozy begeistert unsere neuen E-Bikes ausprobiert. Es hat auch immer wieder andere Europäer und wir lernen Esther und Armin mit ihren Rauhaardackeln sowie Gitta kennen, die alleine mit ihrem Hund unterwegs ist.
Wiedersehen mit Pat und Harvey in Loreto
Nach dem Strandleben haben wir wieder Lust auf etwas Zivilisation und stellen uns eine Woche auf Yolandas Campingplatz Riva del Mar in Loreto, wo wir die heissen Duschen und sauberen WCs geniessen. Wir freuen uns, Pat und Harvey wiederzusehen und geniessen das Essen in verschiedenen Restaurants, die wir oft zusammen mit unseren Freunden besuchen (unter anderem das Del Borrachos). Am Schluss bekommt auch unser Dihei noch eine ordentliche Wäsche, von José direkt auf dem Platz.
Strandleben an der Playa Califin
Nach der Zivilisation geht’s wieder an den Strand… Wir stellen uns auf die Playa Califin, wenig nördlich von La Paz. Unter anderem fahren wir hierher, weil Runaway Rinaldis eine Woche vorher hier ganz viele Walhaie und Delphine gesichtet hatten. Als wir auf den Strand fahren, treffen wir Karl und Ulli wieder, die auch vor kurzem angekommen sind.
Die Walhaie machen sich zwar rar, doch immerhin hat es Pelikane, Fregattvögel und doch noch eine Schule Delphine, die nahe am Strand vorbeizieht. Und der Strand selbst ist auch cool, besteht er doch aus Magnetitsand (man sollte nur nicht sein Handy mit Hülle mit magnetischen Verschluss fallen lassen…). Leider liegt am Ufer liegt eine grosse, tote Schildkröte. Nicht nur tut uns das Tier leid, der Gestank ist einfach unbeschreiblich! Unsere Versuche, sie wieder dem Meer zu übergeben, scheitern – sie wird immer gleich wieder angespült… Zum Glück weht der Wind meist in die richtige Richtung und irgendwann wird sie von Einheimischen aufgeladen, die vielleicht wenigstens noch den Panzer verarbeiten können.
Am Wochenende ist zwar einiges los, ansonsten ist es aber sehr friedlich hier, und nachdem es anfangs noch sehr windig war, ist es dann fast windstill und wird jeden Tag wärmer. An einem Tag mache ich eine Wanderung in den wunderschönen Canyon „hinter“ der Playa mit Felsen in verschiedenen Pastellfarben und einem besonders interessant geformten Nebencanyon. Es ist (noch) sehr grün und hat viele Blumen und blühende Büsche in allen Farben. Ich schaffe es innerhalb einer Stunde etwa einen Drittel hinein, dann kehre ich um, weil es zu heiss wird (man sollte halt früher starten… 🤪).
Ein Monat in La Paz
Nun geht es aber nach La Paz, worauf wir uns auch schon die ganze Zeit gefreut haben!
Im Peace Center treffen wir alte und neue Freunde: die Besitzer Pavel und Anna mit ihrer Tochter und (unter anderem) Kirsi und ihre Freundin Frances, Heidi mit ihrem Hund und Matthew mit Malinois-Mischling Luna, die alle lange bleiben und mit denen wir viel Spass haben. Am Schluss kommen auch noch die Schweizer Zita und Rolf mit ihrem Camper. Ich habe wieder mal verspannte Schultern und finde auf Empfehlung von Pavel, Anna und Kirsi in Liliana eine super Physiotherapeutin. Ausserdem bekommen Pavel und Anna mit, dass ich mit Duolingo am Spanisch lernen bin und ab da sprechen sie nur noch in dieser Sprache mit mir. Für alle Beteiligten nicht ganz einfach, aber eine tolle Übung für mich!
Dank unserer Klapp-E-Bikes sind wir nun so richtig mobil und können Ausflüge an den Malecón, in die Museen, zum Glacé-Essen in der von einem Tessiner Paar geführten Dulce Oasis Gelateria [leider haben sich die beiden inzwischen altershalber zurückgezogen und die Gelateria existiert nicht mehr] sowie zu verschiedenen Bäckereien und Restaurants machen – natürlich mehrmals zum El Mezquite Grill mit den besten Chateaubriands (und gefüllten Pilzen als Vorspeise) ever! – Wir sollten Provision bekommen, schleppen wir doch nach und nach alle unsere Freunde mit… Auch das Einkaufen im super assortierten, riesigen Chedraui Selecto geht mit dem Fahrrad problemlos – bis auf die gelegentlichen Hunde. An einem Tag rennt mir einer nach, ich kann ihn aber mit einem gezielten Tritt wegscheuchen. Als ich das nächste Mal vorbeikomme, hat er dummerweise einen Kumpel dabei, der von der anderen Seite angreift. Das kleine E-Bike ist nicht schnell genug und der grosse Hund erwischt mich am Knöchel. Gottseidank nicht tief, aber beim Einkauf kommt gleich noch eine Desinfektionslösung mit… Ab da fahre ich immer einen Umweg…
Ozy schraubt zwischenzeitlich das eine und andere am Auto und hilft anderen bei Problemen – von der Stromversorgung über die Montage von Gasdruckdämpfern bis zur Reparatur von Matts loser Beinprothese, die er im «Warmschrumpfverfahren» befestigt. Im Center ist auch sonst immer wieder was los, von Heidis Pizzaabend über Pavel’s Geburtstag und Matts Steak-Einladung bis zur „we’ll be back“ Potluck-Party der Langzeitgäste.
Es wird Zeit für uns… Wieder nach Norden!
Die Zeit vergeht wie im Flug! Wir würden gerne länger bleiben, möchten aber unbedingt die totale Sonnenfinsternis miterleben, die am 8. April stattfindet. Wir hatten uns kurz überlegt, via Fähre aufs Festland zu fahren, von wo sie auch sichtbar wäre, entscheiden uns dann aber aus Temperatur- und Termingründen für die Rückfahrt in die USA.
Zurück geht es auf dem gleichen Weg. Wir waren schon gewarnt worden, dass Ostern keine günstige Zeit ist und ja – die Strände um die schöne Bahía Concepción sind gerammelt voll, leider auch Playa El Coyote. Waren es vorher Snowbirds aus den USA und aus Canada mit ihren Fifth Wheels, Class As und Trailern, sind es jetzt meistens mexikanische Familien mit Zelt. Auf der Playa Santispac ist sogar eine «Chilbi» aufgestellt! Wir parken wieder so weit hinten wie möglich, wie auch das Schweizer Paar Rolf und Zita, die wir in La Paz kennengelernt hatten und hier wiedertreffen. Es ist inzwischen so heiss, dass sogar Ozy baden geht!
Am übernächsten Tag fahren wir bereits weiter zum Mallarrimo in Guerrero Negro, wo es – wie erwartet – leer ist: Die Stadt ist in erster Linie eine „Arbeitersiedlung“ und ausser der Lagune und natürlich vor allem den Walen gibt es hier nichts. Zudem ist das Wetter kalt und es regnet… Was für ein Unterschied zu gestern!!!
Auch Rolf und Zita stoppen hier nochmals. Wir verbringen einen gemütlichen «letzten Abend» zusammen, da sich unsere Wege nach Guerrero Negro wohl definitiv trennen werden.
Nach zwei Tagen und einer erneuten Autowäsche fahren wir für eine weitere Nacht nach San Felipe, wo wir dank perfekter Lichtverhältnisse die Space X-Rakete bewundern können, die im 420 mi / 676 km entfernten Vandenberg CA gestartet ist.
Die Rückkehr in die USA ist mühsam, da ausser uns noch ganz, ganz viele Menschen in dieselbe Richtung wollen. Diesmal erstreckt sich die Schlange von Westen her entlang des Zauns. Aufgrund verwirrender Angaben landen wir nach eineinhalbstündigem Vorwärtskriechen in der SENTRI-Lane (Secure Electronic Network for Travelers Rapid Inspection), eine spezielle, beschleunigte Fahrspur für «hintergrundgeprüfte Reisende», die wir aber ja nicht sind… Es gibt aber absolut keine Möglichkeit, da irgendwie rauszukommen! Mit ungutem Gefühl erreichen wir schliesslich die Grenzkontrolle und der Officer liest uns dann auch gehörig die Leviten. Schliesslich hat er Erbarmen und lässt uns ohne Busse durch! Uff! Dann noch Agricultural Inspection und im Gebäude ein neues I-94 holen, und nach gut zweieinviertel Stunden haben wir es zurück in die USA geschaffft!
Nächstes Ziel: Totale Sonnenfinsternis erleben! (Dafür müssen wir «nur mal schnell» die rund 1200 mi / 2000 km zurück nach Dallas TX fahren…).







































































































































































































































